Durchgeführte Veranstaltungen / Projekte


"Dialog im Freien"

Ein sonniger Nachmittag im Juli: im Sinne Artenschutz führte Nature Support e.V. gemeinsam mit der Kinderfeuerwehr Gerichshain einen Nachmittag zum Thema Greifvögel durch. Hier lernten Kinder und Eltern die verschiedenen Greifvogelarten kennen, sie staunten über die unglaublichen Fähigkeiten der Tiere, lernten ihre Lebensweisen kennen und natürlich auch, warum um diese Jahreszeit so viele Greifvögel sowie andere geschützte Arten in der Pflegestation anzufinden sind.

Wie immer machte es sehr großen Spaß, auf die Freude und Neugier der Kinder reagieren zu können. Einige der Kinder sind bereits jetzt schon echte kleine Naturforscher, die mit Wissen und Ideen glänzen können. Hut ab! Am Ende der Tour - stand noch ein Rätselspiel an. Manche waren wirklich nicht ganz einfach, aber wer gut aufgepaßt hatte, konnte am Ende doch noch das Quiz lösen.

 

Wir freuen uns auf die nächsten Veranstaltungen mit Kindern und ihren Familien. Ab Herbst möchten wir uns gern dem Thema Wald & Wiese widmen:=)


"Schädlinge der anderen Art"

Gemeinsam mit der Kinderfeuerwehr Gerichshain gestaltete Nature Support e.V. erneut einen Nachmittag für Kinder und Eltern.
Im Zuge der Auseinandersetzung mit dem Thema Nachhaltigkeit, hat unser Team Kindern und Eltern das Problem Müll und Recycling näher gebracht. So möchten wir langfristig für einen bewussten Umgang mit unserer Natur und unseren Ressourcen sensibilisieren.
So hieß es für die Kinder an diesem Nachmittag als erstes... Müll sammeln und sortieren. Überall verstreut lagen Schädlinge in Form von PET- und Glasflaschen, Plastiktüten, Verpackungen und die allseits bekannte "Gemeine Blechdose".
Alles gut getarnt zwischen Büschen, im Gras, unter Blättern oder am Wegrand fanden die Kids die wahren Schädlinge unserer Umwelt. Damit die Kinder eine Vorstellung davon bekommen, wie lange die einzelnen Materialien benötigen um zu verrotten, mussten sie an einer Station den Müll entsprechend den Jahreszahlen zuordnen.
Schnell wurde klar, dass dies alles viel zu lange dauert und es so zu einer Belastung der Umwelt kommt, die auch uns schadet.
Zusammenfassend stellten die Kinder fest, dass Plastikmüll den größten Teil unseres Abfalls ausmacht, aber viele Verpackungen unnütz sind und ersetzt werden könnten.
Wussten Sie das eine Getränkedose erst nach 80 bis 200 Jahren zerfällt und eine PET Flasche um die 500 Jahre benötigt?
Plastik wird eigentlich gar nicht vollständig zersetzt, sondern wird nur immer kleiner und kleiner.
Dann kann es über Luft, Trinkwasser und Nahrung ungehindert in unseren Körper eindringen und den Organismus schädigen.
Für uns selbst und unsere Kinder, sollten wir uns dieses Thema bewusster machen.
Abfall achtlos wegwerfen sollte für jeden sowieso ein No-Go sein.


Ein kleiner Beitrag, für die Zukunft unserer Natur.


Naturschutz: Wenn nicht unsere Kinder - wer dann!


Wenn nicht unsere Kinder - wer dann!

Das bunte Team, gemixt aus der freiwilligen Feuerwehr Gerichshain und Nature Support, begrüßten an diesem Wochenende die Kinder und deren Eltern zu einem gemeinsamen Projekt mit dem Thema: Naturschutz und Nachhaltigkeit. 
Insekten und deren Schutz standen im Vordergrund des Nachmittags. Dabei lernten Kinder und ihre Eltern in aufgeteilten Gruppen die Artengruppen genauer kennen. Die Teilnehmer allen Alters lernten nicht nur Neues zu den Sechs-Füsslern, sondern es konnte auch die uralte Angst vor den Insekten genommen werden. So unter anderem der Mythos, dass die Hornisse einen Menschen mit nur einem Stich töten kann. Auch die gefrässigste und unter den Insekten räuberischste Art, die Libelle kann maximal für kleine Fische, aber nicht für den Mensch gefährlich werden.
Erfreulich war das aber auch der ein oder andere kleine Forscher, einige der hier lebenden Insekten beim Namen kannte. Bei dem Themennachmittag wurde vermittelt, welche Haptverursacher den Artenschwund vorantreiben. Allen voran ist der Verlust des Lebensraums. So konnte klar gemacht werden, dass jeder einzelne von uns beim Erhalt der Insekten mitwirken kann. Durch Anlegen von insektenfreundlichen Gärten/ Balkons können wir dem Trend entgegenwirken. Gemeinsam wurde erarbeitet welche Blütenpflanzen geeignet und welche ungeeignet sind. Im Insektenhotel, welches die Kinder am Nachmittag anmalten, wird sich Dank zusätzlicher Blütenpracht, bald ein reger Flugverkehr einstellen. Denn auch ein Hotel für Insekten wird am liebsten mit Vollpension gebucht.
Weitere Exkursionen mit Nature Support werden in den kommenden Monaten folgen. Im Moment hat das Team hinsichtlich der Greifvogelhilfe alle Hände voll zu tun. Neben den eigentlichen Patienten, wie Mäusebussard, Turmfalke oder dem Rotmilan werden im Moment auch weitere Tiere, wie Singvögel oder Eichhörnchen aufgepäppelt und versorgt. Für dieses Projekt sind alle ehrenamtlichen Mitglieder auf der Suche nach einem passenden Pachtgrundstück, mit einer Gebühr die für ein Ehrenamt erschwinglich ist. Es muss nicht groß sein, sollte aber möglichst so liegen, dass die Tiere hier gut in die Freiheit entlassen werden können und Projekte wie oben genannt, vor Ort realisiert werden können.
Fazit: Der Nachmittag mit den Familien machte klar, dass unsere Zukunft Kinder braucht, die interessiert und informiert sind. So werden sie sich auch als Erwachsene respektvoll im Umgang mit Tier und Natur verhalten. Dies sollte nicht nur der Auftrag von Kitas oder Schulen sein, sondern in erster Instanz und frühzeitig bereits zu Hause ein Thema sein.
 
Nature Support bedankt sich bei allen Kindern und Eltern, die durch ihr Interesse an der Gestaltung des Nachmittags beigetragen haben. Weiterhin bedanken wir uns für die bereitgestellten Fotos.

September 2018: Kinderfeuerwehr Gerichshain & AWO Familienvilla gestalten mit Unterstützung von Nature Support einen Projektnachmittag  - "Raus in die Natur"

"Raus in die Natur" - so lautet der Titel zu einem Projektnachmittag der Feuerwehr Gerichshain und der AWO Familienvilla. Der Nachmittag hatte vor allem als Ziel, das soziale Miteinander, aber auch das Achten von Natur und Tierwelt zu fördern. In der freien Natur bewältigen die Kinder, im Alter von 4  bis 8  Jahren,  neben den Bewegungsspielen, vor allem Aufgaben, die im Team gemeistert werden mussten. Wissenswertes zum Thema Wald, Tierwelt und zum Umweltschutz erlebten die Kinder zum Mitmachen an einzelnen Stationen. Forschen, Spielen,  Entdecken und Bewegen – sind wichtige Bausteine der kindlichen Entwicklung und tragen dazu bei, das Kinder konzentrierter und aufnahmefähiger sind - alles Eigenschaften, die auch ein waschechter kleiner Feuerwehrmann oder eine kleine Feuerwehrfrau mit sich bringen muss. Zum Ende der Forschertour ging es für die alle noch zu einem Besuch beim Verein „Nature Support“. Herr Hörig hatte bereits die Eltern mit Fachwissen zum Staunen gebracht. Nun lernten Kinder und Eltern Wissenswertes zu Greifvögeln, Eulen und anderen Waldtieren kennen und konnten Pflegetiere vor Ort bestaunen und live erleben. Sicher wird dieser Nachmittag einen Anschlusstermin finden, denn die Kinder und Eltern nahmen mit viel Eifer und großer Freude teil und hatten eine Menge Ideen für kommende Projektnachmittage.

Mehr Informationen finden Familien auch auf der Homepage: www.awo-familienvilla.de



Väter und Kinder auf Entdeckertour am Kohlenberg


Erneut hat Nature Support und das Projekt AWO Familienvilla zusammengearbeitet und einen tollen Nachmittag für Väter und deren Kinder auf die Beine gestellt. Ziel dieses Nachmittages war tatsächlich der Weg, denn dieser bot sehr viel spannendes rund um die Natur, war abwechslungsreich und endete mit einem tollen Panorama. Für die Familien gab es neben den Entdeckungen in der Natur Teamaufgaben, die sie gemeinsam lösen mussten, Kompasskunde und Versteck-und Tarnspiele im Wald. Wir bedanken uns wie immer für die reichliche Teilnahme, den gemeinsamen Spaß und die Freude an der Natur.  Bis zur nächsten Veranstaltung :)!

 


Entdeckernachmittag mit dem Heimatverein Polenz und Nature Support

Der Heimatverein Polenz lud am 02.06.2018, zum 1.Entdeckernachmittag für Familien, Einwohner und Naturliebhaber ein.

 

Pünktlich um 15.00 Uhr traf eine große Gruppe interessierter Teilnehmer am Startpunkt der Exkursion zum Thema „Polenzwald - Naturschutz live“ ein. Der Heimatverein Polenz hatte sich für dieses Thema eingesetzt und engagierte das Team von „Nature Support“ für die Planung dieser Erlebniswanderung. Entstanden ist eine Waldexkursion, die Wissen vermittelt und gleichzeitig für Groß und Klein zugeschnitten war. Daher wurde die Führung vorab so geplant, dass die Gruppe der Erwachsenen und die der Kinder einen eigenen Naturführer bekamen.  

Zu Beginn der Führung erhielten die Erwachsenen einen Einblick in den Schutzstatus und die Nutzung des Waldes, sowie dessen Entstehung.

Für die Kinder startete die Exkursion mit dem Kennlernen der verschiedenen Etagen des Waldes.

In einem anschließenden Spiel mussten sie die Bewohner des Waldes finden und sie den passenden Etagen zuordnen.  

Zwischen der nächsten gemeinsamen Station bekamen die Erwachsenen an einer alten Eiche einen Vortrag, zum Thema Totholz und Höhlenbäume. Viele staunten als sie erfuhren, wie viele Käfer, Vögel, Insekten und Pilze davon leben und deshalb sehr darauf angewiesen sind. Im Anschluss ging es für beide Gruppen über eine große Wiese, vorbei an einer Schafherde zur nächsten Station: "Die Greifvögel". Neben fachlichen Input und einem Suchspiel für die Kinder, konnten alle Teilnehmer Federn zuordnen und Gewölle von Greifvögeln und Eulen in den Händen halten und sie untersuchen. Die Kinder konnten zusätzlich verschiedene Nester von Singvögeln begutachten und die Bauweisen bestaunen. 

Während der sich anschließenden Wanderung zur Tongrube Reinhild, luden verschiedene Plakate, rund um das Leben im Wald dazu ein, miteinander ins Gespräch zu kommen.

Warum hat der Hirschkäfer ein Geweih? Wieso kann der Kuckuck Eier in verschiedenen Farben legen? Wie viele Eicheln kann ein Eichelhäher transportieren? 

Dies waren einige der Fragen, die gemeinsam beantwortet und diskutiert werden konnten.

Außerdem lernten die Gruppen wichtige Regeln für den Ausflug im Wald und Naturschutzgebiet kennen. Um die Tier- und Pflanzenwelt nicht zu stören und zu zerstören, ist es unabdingbar sich an die vorgegebenen Regeln und Gesetze zu halten. Ein Beispiel hierfür sind die seltenen Orchideen, die wir in diesem Wald noch heimisch wissen und die durch das Abweichen von den Waldwegen zerstört werden würden. Dies wurde den Teilnehmen klar, als der Naturführer sie zuvor bat, ihm in den Wald zu folgen, weil sich dort etwas interessantes zu sehen sei. Als sich die Gruppe ohne zögen den Weg verlassen wollte, wurden sie natürlich vom Exkursionsteam gestoppt und auf die kleinen, sich gerade entwickelnden Orchideen hingewiesen. Unter den vielen Füßen, wären sie nun alle zerstört wurden.

Die sich anschließende Station an der Tongrube Reinhild, nutzte das Team, um zur Geschichte des Tonabbaus und der daraus entstandenen Tier- und Pflanzenwelt zu berichten. Anfassen und bestaunen konnten die Teilnehmer hier, neben den Häuten von Libellen, auch Natternhemden, so z.B. das von der heimischen Ringelnatter. Im Anschluss machten sich die Gruppen auf den Weg zu den großen „Dammwiesen“. Diese bieten ebenfalls wichtigen Lebensraum für die unterschiedlichsten Tiere und Pflanzen. Neues Wissen zu Tierarten die untereinander oder mit Pflanzen eine Symbiose eingehen, waren für die Teilnehmer besonders interessant und sorgten für Staunen. Die Kinder lernten Bewohner der Wiesen kennen - mit viel Wissen konnten sie bereits den richtigen Ablauf der Schmetterlingsentwicklung mittels Bilder ordnen. Weiterhin galt es am Waldrand zu bestimmen, welche Tiere wie weit springen können. Mittels Maßband steckten sie nun die einzelnen Meterangaben ab. Danach galt es natürlich zu überprüfen, ob die Kinderbeine weiter als Eichhörnchen, Baummarder oder gar Reh springen können. Den Erwachsenen wurde in dieser Zeit vermittelt, warum die „Schafhuttung“ ein wichtiger Beitrag und unersetzlich für die Wiesen des Naturschutzgebietes ist. Von den Schafen ableitend, wurde die Diskussion zum Thema Wolf eröffnet. Klar das diese „wie immer“ für eine hitzige Debatte sorgte. Alle wissen aber nun, dass es im Polenzwald keine Wölfe gibt und sich dort auch nie ein Wolfsrudel niederlassen wird. 

Das Ziel und somit die letzte Station war das Waldbad, dort lernten alle Teilnehmer das Leben am Wasser kennen. Seltene Libellen sind hier ebenso heimisch, wie der schöne Baumfalke, die Rotbauchunken und die Erdkröten, die in diesem Gebiet leider immer weniger werden.

Die Mitglieder vom Heimatverein Polenz hatten derweil ein schönes Picknickareal aufgebaut. Kühlende Getränke und selbst hergestellte Aufstriche luden zum Durchatmen ein. Das gemeinsame Beisammensein wurde genutzt, um über Abfall und Müll aufzuklären. Wie lange es dauert bis Müll, der z.B. achtlos nach einem Picknick liegen gelassen oder weggeworfen wurde verrottet. Die langen Zeiten, die ganz leicht bei mehreren hundert Jahren und mehr liegen können, erstaunten sehr und ließen die Kinder nachdenklich werden. 

 

Nach dieser doch fast dreistündigen Führung war das gemeinsame Miteinander und die angeregten Unterhaltungen ein toller Abschluss. Klar war für Nature Support, dass es wiederholt werden muss. Themenwünsche wurden reichlich eingebracht und so ist zu hoffen, dass der Heimatverein in Zusammenarbeit mit Nature Support, weitere spannende Exkursionen auf die Beine stellen wird.


25.05.2018: Der Wald im Wandel  – das Väterprojekt der AWO Familienvilla auf den Spuren des Frühlings

Der Forschernachmittag für Väter und deren Kinder, welcher erneut kindgerechte, abwechslungsreiche und wissensvermittelnde Inhalte bot, war wieder ein voller Erfolg. Begeisterte Kinder und Väter erforschten die Umgebung im Frühlingsgewand, schulten ihre Sinne und lernten spannendes aus dem Reich der Tiere und Pflanzen dazu. 

Fragen und Rätsel, teils verpackt in Spiele wie Fotoschatzsuche, Bingo, Hörmemory oder den beliebten Schleichparcour luden alle zum mitmachen ein. Welche Vögel sind aus dem Winterquartier zurückgekommen? Was bedeutet Symbiose? Wieso bauen Spinnen Trichternetze? Welche Wiesenkräuter kennt ihr? Kennst du den Pirol und seinen Ruf? Wie weit können die Tiere des Waldes springen und welche Tiere sind in der Dunkelheit unterwegs? Wieso perlt Wasser von Federn ab? Warum hat der Regenwurm Borsten? 

Am Abschlussspiel fanden alle Familien großen Gefallen. Hier hatten die Kinder zunächst Tiere des Waldes entdecken müssen. Danach mussten sie diese nach ihrer Sprungkraft sortieren. Anschließend wurde eine festgelegte Strecke, durch die Kinder mit Zollstock vermessen und die Tiere markiert. Ab da ging es an dieser Weitsprunganlage sehr lebhaft zu. Kinder, Väter oder alle gemeinsam versuchten nun Waldmaus, Baummarder oder Reh Konkurrenz zu machen. 

Dieser und viele weiterer Sachen sind Groß und Klein auf den Grund gegangen. Das Ziel - Kindern die Natur hautnah begreiflich zu machen, ging voll auf und so wurden bereits jetzt die nächsten Ideen rund um Natur und Umwelt besprochen und Planungen für das Väter-Sommerprojekt laufen bereits.

Mit derartigen Projekten wollen wir aktiv Klein und Groß für die Natur und deren Schutz begeistern.



Kinder entdecken die Natur in allen 4 Jahreszeiten "Teil II - Der Winter"


Eiskalte Forscher

 

Trotz frostiger Minusgrade kamen am 02.03.2018, viele kleine Naturforscher mit ihren Vätern zur 2. Exkursion, zum Thema "Der Wald im Wechsel der vier Jahreszeiten".

 

Im Mai folgt der nächste Termin zur Exkursion, um den Frühling zu erleben.

Dazu erhaltet ihr demnächst hier mehr Informationen.


Kinder entdecken die Natur in allen 4 Jahreszeiten "Teil I - Der Herbst"

Die erste der insgesamt vier Exkursionen zum Thema "Die Natur im Wandel der Jahreszeiten", kam bei allen Teilnehmern gut an.

Sowohl die Kinder, als auch ihre Väter waren sehr interessiert und verblüfft sogleich, was man in unserer regionalen Natur entdecken kann und wie groß die Vielfalt ist, wenn man mit offenen Augen durch sie hindurch geht. So wurden schnell aus den angesetzten zwei Stunden, vier Stunden voller Freude und Interesse.



Exkursion in regionaler Natur mit Nature Support


Zwar war die erste geführte Wanderung noch nicht öffentlich, aber dafür mit einer ordentlichen Teilnehmeranzahl.

Unter den Interessierten befanden sich Ranger,  ehrenamtliche Naturschutzhelfer des Landkreises Leipzig und Biologielehrer.

Die im Juli durchgeführte Exkursion verlief als Rundkurs durch das Naturschutzgebiet "Polenzwald" und dauerte insgesamt 4 Stunden.

Für das kleine Gebiet eine beachtlich lange Wanderzeit, die durch das hohe Interesse und die vielen sehenswerten Tier- und Pflanzenarten entstand.

Gestartet wurde an der neu aufgestellten Schautafel, unterhalb der Seniorenresidenz in Polenz.

Schon nach ein paar hundert Metern konnten die Teilnehmer mehrere Schwarzspecht-Höhlen in einer riesigen alten Buche betrachten.

Dabei wurde die Besonderheit und das Erkennungsmerkmal der Ein- bzw. Ausgänge erklärt.

Der Schwarzspecht ist der größte heimische Specht und bleibt für  die meisten verborgen.

So manch einer hat seinen Ruf vielleicht schon einmal im Wald gehört, vermutete aber eher einen Greifvogel hinter der Stimme.
Danach ging es auf schmalem Weg über die erste und vom Wald umschlossene Sommerwiese.

Die unterhalb an der Ortschaft Polenz grenzende Fläche ist übersäht mit Doldengewächsen, wie beispielsweise der wilden Möhre.

Pflanzen wie diese sind wichtig für unzählige Schmetterlingsarten.

Vielerorts durch "überpflegte" Gärten und fehlende natürliche Wiesenflächen selten geworden, kann man sie hier von April bis in den September hinein beobachten. Die in leichter Hanglage befindliche Wiese, bekommt oberhalb Wasser aus der Ortschaft.
Einige Libellenarten legen ihre Eier gern in kleine Wassermulden / Kleinstbiotope ab.

Durch die geographische Lage bietet die Waldwiese diese Biotope des Lebens, sodass der Besucher gute Chancen hat, unzählige wunderschöne Libellen zu beobachten.
In diesem strukturreiche Gebiet leben mehrere Arten Klein- und Großlibellen.
Hat man die Wiese überquert gelangt man auf die andere Seite des Polenzwald, an ihm grenzt die Tongrube Reinhild.

Einst Tagebaugebiet ist sie heute das Herzstück des Naturschutzgebietes und nun Lebensraum unzähliger Tierarten.

Da das Wasser lange Zeit immer weiter anstieg, wurden viele der dort wachsenden Bäume geflutet.

Diese sind nun Schlafplätze von einigen Wasservögeln oder bieten Nahrungsfläche für Waldbewohner, wie den Kleinspecht.

Er ist vieler Orts in Deutschland nicht vertreten und einer der kleinen Sehenswürdigkeiten.

Im Polenzwald ist er dauerhaft zu Hause und nutzt aufgrund seiner eher zierlichen Statur die Vorteile abgestorbener Bäume.

Weiter geht der Rundkurs wieder auf einem Waldweg, an dem man zur richtigen Jahreszeit die einheimische Orchidee Breitblättrige Stendelwurz bewundern kann. Danach wandern die Teilnehmer über eine asphaltierte Straße zum Waldbad.

Ein See der durch Braunkohleabbau entstanden ist und in der ehemaligen DDR als Schwimmlager für die ansässigen Kinder gedient hat.

Heute ist er Angelpachtgewässer und wird von vielen Besuchern zur Erholung genutzt.

Am Waldbad angelehnt, erstreckt sich die größte Wiesenfläche des Naturschutzgebietes, die Tiefwiese.

Sie beherbergt  unzählige Wildblumen und Schmetterlingsarten.

An der parallel verlaufenden Bahnstrecke, kann man einheimische Schlangen und Eidechsen beobachten. 

 

Weitere Veranstaltungen und Projekte für Familien geben wir immer rechtzeitig bekannt.


Gemeinsam für die Region und Artenvielfalt.